Dietikerinnen öffnen den Buchdeckel und erzählen uns davon was sie anpacken und warum, und was sie mit Dietikon verbindet. Sechs Fragen machen via Interview-Stafette in den nächsten Monaten die Runde von Frau zu Frau. Die sechste Frage wird jeweils von der Stafetten-Vorgängerin formuliert. Liebe Dietikerinnen, wir freuen uns darauf zu lesen, was euch wichtig ist!

  1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu Deinem Leben geben?
  2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt?
  3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an?
  4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Warum?
  5. Was fehlt in Dietikon? Was wünscht Du Dir für Dietikon?
  6. Bei jedem Interview eine neue Frage, formuliert von der Stafetten-Vorgängerin

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Liebe Manuela Ehmann, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Manuela Ehmann, Hasenbergstrasse 38, 8953 Dietikon, Mutter von zwei Teenager, EVP Gemeinderätin, Mitglied vom Vorstand EVP Dietikon, Mitglied der RPK, gelernete Bauspenglerin, Bürolehre, Teilzeitangestellte bei der Firma Schleuniger Elektro, OK Leiterin Pfarreiweekend, Rotkreuzfahrerin

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Hin und wieder mal den vertrauten und sicheren Bereich verlassen und sich neuen Herausforderungen stellen. Das macht mein Leben interessant. 
Es gibt immer wieder neue Herausforderungen. Gerade in den letzten paar Monaten in der Coronakrise musste ich immer wieder neue Wege gehen.
Es sind aber auch immer wieder neue Erfahrungen an denen ich wachsen kann. Politisch versuche ich gerade den Erhalt der Minigolfanlage in Dietikon zu sichern.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Ich sehe den Erfolg wie die Spitze eines Eisberges der aus dem Meer ragt. Die Spitze sieht jeder. Es ist der Glückliche, Zufriedene Teil.  Der Teil vom Eisberg, der im Wasser ist sehen jedoch die wenigsten. Das macht den Erfolg aus. Ausdauer, Ablehnung, Zweifel, Kritik, Disziplin, Tränen, Fleiss, Aufopferung, Entäuschung.  Wenn ich mein Ziel erreicht habe oder alles getan habe um das Ziel zu erreiche bin ich zufrieden und stelle mich der nächsten Herausforderung.  Ich möchte, dass meine Familie und meine Mitmenschen sich wohl fühlen. 

 4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Ich würde in Dietikon die schönen Freiräume vermissen. Die Limmat, die Reppisch, die Grunsche, den Guggenbühlwald um nur einige zu nennen. Das Verweilen an diesen Orten gibt mir immer wieder neue Kraft. Die katholische und die reformierte Kirche mit dem Glockenschlag würde ich auch vermissen. Die gehören einfach zu Dietikon. Auch meine Eltern sind ein Teil von Dietikon die ich sehr vermissen würde.

5. Was fehlt in Dietikon? Ich bin stolz Dietikerin zu sein. Das sollten wir alle sein. Dietikon ist eine wunderschöne Stadt. Um die Jungen in die Natur zu locken fehlt in Dietikon einen Biketrail oder eine Pumptrack.

6. Du könntest Dietikon etwas schenken, was wäre das? Da muss ich nicht lange überlegen. Die Minigolfanlage Mühlematt mit ihrem wunderschönen Freiraum. 


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(c) Tarek Fahsi 

Liebe Kerstin Camenisch, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Kerstin Camenisch, Schächlistrasse 19, 8963 Dietikon. Lic.oec.publ., Mutter von 2 Teenager-Söhnen, SP-Gemeinderätin (Fraktionspräsidentin SP-AL-Fraktion, Vize-Präsidentin RPK), seit 2012 Geschäftsleiterin der Stiftung Ferien im Baudenkmal, davor kaufmännische Direktorin Museum Haus Konstruktiv, Projektleiterin Mikros Kulturprozent, Co-Präsidentin des Vereins GLEIS21

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Herausforderungen machen das Leben bunt! Sei es privat, politisch, kulturell oder geschäftlich stelle ich mich gerne neuen Herausforderungen.

Um eine zu  nennen, erwähne ich die letzte Herausforderung:  Drive-In-Bühne Dietikon: Am 13. März 2020 wurde das kulturelle Leben abrupt gebremst. Nicht nur, dass die Bevölkerung seither keine Kulturanlässe mehr besuchen kann, die  Kulturschaffenden verlieren ihre Einkünfte und viele Künster*Innen und Kulturinstitutionen stehen vor dem Aus. Doch Kultur ist gerade in diesen Zeiten ein  wichtiges gesellschaftliches Grundversorgungsmittel. Der Verein GLEIS21, die Pestalozzi Gruppe und das Komikerduo Lapsus hatten Mittel und Wege  gefunden, trotz den herrschenden Massnahmen ein Kulturerlebnis zu ermöglichen: Während den drei Pfingsttagen hätten diverse bekannte Grössen aus der Comedy- und Slamszene auf Drive-In Bühne unter Einhaltung der BAG-Vorschriften auftreten sollen. Doch der Kanton machte einen Strich durch die Rechnung und sprach die angefragte Ausnahmeregelung nicht. Nach Druck von Politik und Medien überdachte die Justizdirektion ihren Entscheid und erteilte am 26. Mai nun doch grünes Licht. Gemeinsam mit meinen Mitstreiter*Innen konnten wir in einer „Hauruck-Übung“ vier ausverkaufte Drive-In-Vorstellungen über die Bühne gehen lassen. Eine Herausforderung, die sich mehr als gelohnt hat.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Erfolg ist für mich, wenn ich meine Ziele, die zu einem Mehrwert für alle führen, erreiche. Erfolg, Zufriedenheit und Glück sehe ich nicht als etwas persönlich Singuläres, sondern als ein gesellschaftlich anzustrebender Zustand. Wenn es dem letzten in der Kette gut geht, empfinge ich ein Erfolgsgefühl. 

4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Das Multikulti-Miteinander. Ich empfinde es als wunderbare Bereicherung eine so bunte, heterogene Bevölkerung in Dietikon zu haben. Meine Jungs sind hier aufgewachsen und zu weltoffenen, toleranten jungen Männer herangewachsen. Dies nicht zuletzt dank der großen gesellschaftlichen Vielfalt in Dietikon.

5. Was fehlt in Dietikon? Selbstbewusstsein. Ich wünsche mir mehr Bewohner*Innen die hinstehen und mit Selbstbewusstsein sagen, dass sie gerne in Dietikon sind. Auch politisch fehlt der Gemeinde häufig das nötige Selbstbewusstsein. Dietikon hat viel erreicht und kann auch auf viel stolz sein. 

6. Weisst Du, weshalb die Spanisch-Brötli-Bahn in Dietikon einen Bahnhof hatte? Mit Bestimmtheit (und ohne zu spicken 😉 ) kann ich die Frage nicht beantworten. Ich könnte mir vorstellen, dass der Halt in Dietikon etwas mit der Kantonsgrenze zwischen ZH und AG zu tun hatte. Der katholische Aargau, insbesondere Baden mit seinen freizügigen Badeanlagen, die der Muse und Entspannung galten, seinen süssen Spanisch-Brötlis war dem reformierten Zürich ein Dorn im Auge. Daher könnte der Halt in Dietikon als „Moralgrenze“ gedient haben. (Im Sinne von: Se non è vero, è ben trovato.). 


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Liebe Daniela Frieden, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Buchsackerstrasse 26, KV-Ausbildung Bank, Weiterbildungen, seit 25 Jahren Steuerkommissärin, verheiratet, eine erwachsene Tochter

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Da gibt es verschiedene und immer wieder neue: im Sport, als Beiständin, als Präsidentin des Quartiervereins Altberg usw.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Ziele erreichen, Grenzen hinausschieben, Leute glücklich machen, sehen, dass sich ein Engagement gelohnt hat.

4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Dass sich Verwaltung und Politik Zeit nehmen für den Austausch mit der Bevölkerung und auch für Gespräche zur Verfügung stehen. Ich schätze die Möglichkeit des persönlichen Kontaktes die es in der Stadt Zürich so nicht gab.

5. Was fehlt in Dietikon? Das Miteinander aller Bevölkerungsteile.

6. Was weisst Du vom alten Dietikon? Noch nicht so viel, wie ich mir wünschte. Ich finde es aber wirklich toll, was man zu sehen (Fotos) und zu hören bekommt, wenn man fragt.

Daniela Frieden-Girardet, 59 Jahre alt


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Liebe Therese Achermann, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Ich wohne seit fast 20 Jahren, zusammen mit meinem Mann, an der Buchsackerstrasse 22 – also zwischen dem Bahnhof und der Limmat. Mit Ausbildung in der Pflege arbeite ich beim Schweizerischen OL-Verband in einem Schul-OL-Angebot.

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Bei der Organisation von Veranstaltungen und im Sport packe ich immer wieder neue Herausforderungen an. Wir sind aber auch der ganzen Norwegisch-Schwedischen Grenze entlang gewandert und ich habe die finnische Sprache erlernt. Aktuell habe ich zusammen mit Ulla Gagliardi das Co-Präsidium des OLK Piz Hasi übernommen.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Erfolg ist für mich, sich für etwas einzusetzen, mit Engagement etwas zu erreichen. Dabei verlässt man die Wohlfühl-Zone ein wenig, macht spannende Erfahrungen und lernt neue Leute kennen. Nicht alle Ziele und Wünsche sind erreichbar, aber wenn man sie nicht anpackt, hat man nie Erfolg.

4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Warum? Dietikon hat immer noch ruhige Ecken, auch wenn sie nicht gerade auffallen. Den kurzen Weg zum Bahnhof würde ich vermissen. Und zu guter Letzt werde ich den Baulärm sofort vermissen (Kraftwerk, Unterführung SBB, Limmattalbahn und Limmatbrücke).

5. Was fehlt in Dietikon? Frontengewitter (ich bin in den Bergen aufgewachsen ;-).

6. Bei welchem Wetter findest Du Dietikon am tollsten? Klar ist Dietikon bei Sonnenschein herrlich, z.B. wenn ich in unserem Garten sein kann. Noch lieber habe ich aber Wind und Wetter, wenn  man die Elemente so richtig auf der Haut spürt. Dann heisst es gut anziehen und trotzdem hinaus gehen – das ist schön.

Therese Achermann-Aeberhard, 49 Jahre alt