Dietikerinnen öffnen den Buchdeckel und erzählen uns davon was sie anpacken und warum, und was sie mit Dietikon verbindet. Sechs Fragen machen via Interview-Stafette in den nächsten Monaten die Runde von Frau zu Frau. Die sechste Frage wird jeweils von der Stafetten-Vorgängerin formuliert. Liebe Dietikerinnen, wir freuen uns darauf zu lesen, was euch wichtig ist!

  1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu Deinem Leben geben?
  2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt?
  3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an?
  4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Warum?
  5. Was fehlt in Dietikon? Was wünscht Du Dir für Dietikon?
  6. Bei jedem Interview eine neue Frage, formuliert von der Stafetten-Vorgängerin

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Liebe Bettina Helbling, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Ich heisse Bettina Helbling-Bachmann und wohne in unserem Eigenheim an der Schöneggstrasse mit Mann und 15-Jähriger Tochter. Ich arbeite Teilzeit im Architekturbüro von meinem Mann und bin gerne in unserem Garten am Werken. In der Freizeit sind wir sehr gerne in den Schweizer Bergen unterwegs.

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Seit einigen Jahren spiele ich an der Musikschule Dietikon im Flötenensemble Flötenzauber mit. Dazu bin ich seit drei Jahren im Ensemble Soprabasso in Thalwil dabei, wir sind ca. 40 Männer und Frauen, die gemeinsam mit den verschiedensten Flöten Stücke einstudieren für unsere Konzerte. Das ist für mich eine grosse Herausforderung, da ich vorher sicher 20 Jahre lang keine Flöte mehr gespielt habe und die Stücke teilweise recht anspruchsvoll sind. Aber das Erlebnis zusammen ein Konzert zu geben, wiegt das viele üben auf.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Wenn man das Leben so gestalten kann, wie man möchte, ist das für mich schon ein Erfolg. Es müssen nicht immer grosse Eckpunkte sein, die man erreicht, sondern auch kleine Schritte im Leben können grosse Erfolge sein!

4. Was würdest du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Warum? Ich bin sehr froh, dass wir eine eigene Badi haben.

5. Was fehlt in Dietikon? Was wünschst Du Dir für Dietikon? Ein See, zum SUP fahren.

6. Was hat sich für dich am meisten verändert an Dietikon seit deiner Kindheit? Ich finde es schade, dass es in Dietikon nicht mehr so viele Läden gibt. Nur schon für Sportsachen muss man in den Shopping oder nach Zürich.


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Liebe Edith Schelling, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Ich heisse Edith Schelling, wohne seit 11 Jahren mit meinem Lebenspartner Rolf Brönnimann an der Hasenbergstr 34 in Dietikon. Meine beiden erwachsenen Söhne wohnen seit einiger Zeit nicht mehr bei mir wir pflegen aber einen sehr guten Kontakt. Seit mehr als 35 Jahren arbeitete ich als Musiklehrerin an der Musikschule. In der Freizeit treibe ich gerne aktiv Laufsport, tanze Rock n Roll und geniesse meinen Garten.

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Die wohl grösste Herausforderung in den letzten Jahren war wohl das Zusammenleben als Patchworkfamilie.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Ich bin als Musiklehrerin sehr am Menschen interessiert und es freut mich, wenn ich richtig einschätze und handle. Privat bin ich nicht ehrgeizig sondern es ist mir wichtig, dass sich alle um mich wohlfühlen. Versuche auch oft zu vermitteln.

4. Was würdest du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Warum? Wenn ich einen Laden nennen muss ganz klar der Migros/Coop (weil ich dann nicht mehr mit dem Velo einkaufen könnte) ansonsten die Buchhandlung Scriptum!!

5. Was fehlt in Dietikon? Was wünschst Du Dir für Dietikon? Ein Kino.

6. Wenn du (zu einem besondern Anlass) für die Stadt Dietikon aufspielen würdest, was für ein Stück würdest Du für Dietikon auswählen?? Ich würde vielleicht aus der Zürcher Tanzmusik a de Limmat spielen.


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Liebe Rita Mock, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Ich bin Rita Mock, wohne mit meiner Familie, dazu gehört mein Mann, drei Kinder im Alter von 18, 16 und 14 Jahren, 2 britisch Kurzhaarkatzen und eine Labradorhündin, an der Schulgutstrasse 3. Ich habe eine Primarlehrerausbildung gemacht, aber sehr schnell in den kirchlichen Bereich gewechselt, wo ich mich weitergebildet habe und nun die Leitung der Katechese und Jugendarbeit in der katholischen Kirche Dietikon innehabe.

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Nun, die grössten Herausforderungen der letzten Jahre waren für mich persönlich zuerst im Jahr 2016 der Wechsel der Arbeitsstelle von Uster nach Dietikon und dann im Dezember den Umzug von Uster nach Dietikon als Familie. Auch wenn die Distanz nicht allzu gross ist, haben wir doch Eltern, Verwandte und Freunde zurückgelassen und sind in eine Stadt gezogen, wo wir praktisch niemanden kannten. Doch mittlerweile haben wir wieder Wurzeln geschlagen und fühlen uns in Dietikon Zuhause.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Was für mich Erfolg ist? Wenn ich zum Beispiel in den Ferienplauschwochen, die wir für Kinder hier in der Pfarrei anbieten, erleben darf, wie sich verschiedene Gruppierungen miteinander für eine gute Sache einsetzen. Denn in diesen Wochen werden wir von Jugendlichen und Freiwilligen tatkräftig unterstützt. Nur so ist es möglich, dass wir diese Wochen überhaupt anbieten können, um Familien zu entlasten und Kinder glücklich zu machen. Wenn ich spüre, dass wir alle am gleichen Strick ziehen, jede/r so wie sie/er kann, das ist für mich Erfolg.

4. Was würdest du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Warum? Nun ich wohne noch nicht lange in Dietikon, ich würde aber die Limmat vermissen, weil ich in der Nähe vom Greifensee aufgewachsen bin und ich sehr gern am, im und auf dem Wasser bin.

5. Was fehlt in Dietikon? Was wünschst Du Dir für Dietikon? Als wir unseren Familien und Freunden erzählt haben, dass wir nach Dietikon ziehen, haben alle die Augen verdreht, den Kopf geschüttelt mit dem Kommentar: «Wie könnt ihr das tun?» Wir haben Dietikon jedoch als farbenfrohe Stadt kennengelernt und wohnen sehr gerne da. Daher wünsch ich mir für Dietikon, dass der Ruf, der Dietikon vorauseilt zurechtgerückt wird.

6. Kannst du etwas aus deinem spannenden Beruf erzählen? Mein Beruf ist sehr facettenreich, was für mich sehr bereichernd ist. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfüllt mich sehr. Faszinierend finde ich immer die Musicalwoche, die wir in den Sportferien anbieten. Obwohl die Kinder Lieder und Texte auswendig lernen müssen, melden sich immer über 50 Kinder an, ab Kindegarten bis 6. Klasse. Nach einer Woche staunen wir immer, wie schnell die Kinder die Texte auswendig gelernt haben. Nach viermal proben kommt dann schon die Aufführung, bei der alle Kinder und Jugendliche ihr Bestes geben. Das mitzuerleben ist nur einer, der vielen schönen Momente, die ich in meinem Beruf erleben darf.


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auf dem Elbradweg

Liebe Daniela Federer, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Ich bin Daniela Federer-Spielmann, wohne im Dörfli und arbeite mindestens einen Tag pro Woche auf meinem gelernten Beruf als Floristin in Wetzikon. An den anderen Tagen bin ich ausgebildete Tagesmutter von 9 Kinder im Alter von 4-12 Jahren, welche zum Teil unregelmässig zu mir kommen. Ich bin verheiratet und habe 2 Töchter und einen Sohn zwischen 12 und 16 Jahren.

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Mit Kindern zusammen zu leben ist für mich immer wieder eine grosse und spannende Herausforderung. Die Dynamik zwischen den eigenen und den Tageskindern ist super und eine grosse Bereicherung. Neu bin ich in der Musikschulkommission der Musikschule Dietikon. Für mich ist der Besuch und die Beurteilung der verschiedenen Lehrpersonen eine neue Herausforderung. Seit letztem Frühling habe ich zudem die Kochleitung für ca. 70 Personen in einem Tageslager von der kath. Kirchgemeinde übernommen, welches 2 mal im Jahr stattfindet – eine feine und dankbare Arbeit, der Start ist geglückt.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Für mich ist es ein grosser Erfolg, wenn ich zuerst einmal glücklich und gesund sein darf und ein tolles Umfeld habe. Ich strebe nicht nach immer mehr und bin gerne aktiv in der Freiwilligenarbeit. Ich habe auch Freundinnen mit unterschiedlichen Wurzeln und aus verschiedenen Religionen, die sehr gerne den Kontakt und die Freundschaft zu Schweizerinnen im normalen Alltag suchen. Dies ist eine grossartige Sache für die Integration und öffnet einem selber neue Welten. 

 4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Ich gehe wöchentlich in die Stadtbibliothek für Bücher, DVDs, Spiele und CDs. Die verschiedenen Naturplätze in Dietikon sind herrlich und nicht weg zu denken. Gerade die spezielle Zeit diesen Frühling hat einem intensiv gezeigt, wie diese Räume unverzichtbar und eine wahre Oase sind.

5. Was fehlt in Dietikon? Für mich sollte es unbedingt in so einer grossen Stadt eine Tagesschule geben. Viele Kinder hätten so eine gute Chance, einen geregelteren Schulalltag zu haben und die Eltern, die berufstätig sein wollen bzw. müssen wären sicher sehr dankbar dafür. Die Horte und Kinderkrippen sollten bis 19.00 Uhr geöffnet haben. Wir wollen z.B. immer mehr rund um die Uhr einkaufen, passen aber nicht die Betreuungseinrichtungen an.

6. Welches ist ist deine Lieblingsblume und warum? Grundsätzlich liebe ich natürlich fast alle Blumen. Besonders die verschiedenen Jahreszeiten bringen viel Abwechslung. Eine meiner liebsten ist die Hortensienblüte. Sie ist eine tolle solitär Blume, man kann sie aber auch zu aller Arten von Sträussen und Gestecken arrangieren.


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Liebe Manuela Ehmann, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Manuela Ehmann, Hasenbergstrasse 38, 8953 Dietikon, Mutter von zwei Teenager, EVP Gemeinderätin, Mitglied vom Vorstand EVP Dietikon, Mitglied der RPK, gelernete Bauspenglerin, Bürolehre, Teilzeitangestellte bei der Firma Schleuniger Elektro, OK Leiterin Pfarreiweekend, Rotkreuzfahrerin

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Hin und wieder mal den vertrauten und sicheren Bereich verlassen und sich neuen Herausforderungen stellen. Das macht mein Leben interessant. 
Es gibt immer wieder neue Herausforderungen. Gerade in den letzten paar Monaten in der Coronakrise musste ich immer wieder neue Wege gehen.
Es sind aber auch immer wieder neue Erfahrungen an denen ich wachsen kann. Politisch versuche ich gerade den Erhalt der Minigolfanlage in Dietikon zu sichern.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Ich sehe den Erfolg wie die Spitze eines Eisberges der aus dem Meer ragt. Die Spitze sieht jeder. Es ist der Glückliche, Zufriedene Teil.  Der Teil vom Eisberg, der im Wasser ist sehen jedoch die wenigsten. Das macht den Erfolg aus. Ausdauer, Ablehnung, Zweifel, Kritik, Disziplin, Tränen, Fleiss, Aufopferung, Entäuschung.  Wenn ich mein Ziel erreicht habe oder alles getan habe um das Ziel zu erreiche bin ich zufrieden und stelle mich der nächsten Herausforderung.  Ich möchte, dass meine Familie und meine Mitmenschen sich wohl fühlen. 

 4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Ich würde in Dietikon die schönen Freiräume vermissen. Die Limmat, die Reppisch, die Grunsche, den Guggenbühlwald um nur einige zu nennen. Das Verweilen an diesen Orten gibt mir immer wieder neue Kraft. Die katholische und die reformierte Kirche mit dem Glockenschlag würde ich auch vermissen. Die gehören einfach zu Dietikon. Auch meine Eltern sind ein Teil von Dietikon die ich sehr vermissen würde.

5. Was fehlt in Dietikon? Ich bin stolz Dietikerin zu sein. Das sollten wir alle sein. Dietikon ist eine wunderschöne Stadt. Um die Jungen in die Natur zu locken fehlt in Dietikon einen Biketrail oder eine Pumptrack.

6. Du könntest Dietikon etwas schenken, was wäre das? Da muss ich nicht lange überlegen. Die Minigolfanlage Mühlematt mit ihrem wunderschönen Freiraum. 


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(c) Tarek Fahsi 

Liebe Kerstin Camenisch, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Kerstin Camenisch, Schächlistrasse 19, 8963 Dietikon. Lic.oec.publ., Mutter von 2 Teenager-Söhnen, SP-Gemeinderätin (Fraktionspräsidentin SP-AL-Fraktion, Vize-Präsidentin RPK), seit 2012 Geschäftsleiterin der Stiftung Ferien im Baudenkmal, davor kaufmännische Direktorin Museum Haus Konstruktiv, Projektleiterin Mikros Kulturprozent, Co-Präsidentin des Vereins GLEIS21

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Herausforderungen machen das Leben bunt! Sei es privat, politisch, kulturell oder geschäftlich stelle ich mich gerne neuen Herausforderungen.

Um eine zu  nennen, erwähne ich die letzte Herausforderung:  Drive-In-Bühne Dietikon: Am 13. März 2020 wurde das kulturelle Leben abrupt gebremst. Nicht nur, dass die Bevölkerung seither keine Kulturanlässe mehr besuchen kann, die  Kulturschaffenden verlieren ihre Einkünfte und viele Künster*Innen und Kulturinstitutionen stehen vor dem Aus. Doch Kultur ist gerade in diesen Zeiten ein  wichtiges gesellschaftliches Grundversorgungsmittel. Der Verein GLEIS21, die Pestalozzi Gruppe und das Komikerduo Lapsus hatten Mittel und Wege  gefunden, trotz den herrschenden Massnahmen ein Kulturerlebnis zu ermöglichen: Während den drei Pfingsttagen hätten diverse bekannte Grössen aus der Comedy- und Slamszene auf Drive-In Bühne unter Einhaltung der BAG-Vorschriften auftreten sollen. Doch der Kanton machte einen Strich durch die Rechnung und sprach die angefragte Ausnahmeregelung nicht. Nach Druck von Politik und Medien überdachte die Justizdirektion ihren Entscheid und erteilte am 26. Mai nun doch grünes Licht. Gemeinsam mit meinen Mitstreiter*Innen konnten wir in einer „Hauruck-Übung“ vier ausverkaufte Drive-In-Vorstellungen über die Bühne gehen lassen. Eine Herausforderung, die sich mehr als gelohnt hat.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Erfolg ist für mich, wenn ich meine Ziele, die zu einem Mehrwert für alle führen, erreiche. Erfolg, Zufriedenheit und Glück sehe ich nicht als etwas persönlich Singuläres, sondern als ein gesellschaftlich anzustrebender Zustand. Wenn es dem letzten in der Kette gut geht, empfinge ich ein Erfolgsgefühl. 

4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Das Multikulti-Miteinander. Ich empfinde es als wunderbare Bereicherung eine so bunte, heterogene Bevölkerung in Dietikon zu haben. Meine Jungs sind hier aufgewachsen und zu weltoffenen, toleranten jungen Männer herangewachsen. Dies nicht zuletzt dank der großen gesellschaftlichen Vielfalt in Dietikon.

5. Was fehlt in Dietikon? Selbstbewusstsein. Ich wünsche mir mehr Bewohner*Innen die hinstehen und mit Selbstbewusstsein sagen, dass sie gerne in Dietikon sind. Auch politisch fehlt der Gemeinde häufig das nötige Selbstbewusstsein. Dietikon hat viel erreicht und kann auch auf viel stolz sein. 

6. Weisst Du, weshalb die Spanisch-Brötli-Bahn in Dietikon einen Bahnhof hatte? Mit Bestimmtheit (und ohne zu spicken 😉 ) kann ich die Frage nicht beantworten. Ich könnte mir vorstellen, dass der Halt in Dietikon etwas mit der Kantonsgrenze zwischen ZH und AG zu tun hatte. Der katholische Aargau, insbesondere Baden mit seinen freizügigen Badeanlagen, die der Muse und Entspannung galten, seinen süssen Spanisch-Brötlis war dem reformierten Zürich ein Dorn im Auge. Daher könnte der Halt in Dietikon als „Moralgrenze“ gedient haben. (Im Sinne von: Se non è vero, è ben trovato.). 


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Liebe Daniela Frieden, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Buchsackerstrasse 26, KV-Ausbildung Bank, Weiterbildungen, seit 25 Jahren Steuerkommissärin, verheiratet, eine erwachsene Tochter

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Da gibt es verschiedene und immer wieder neue: im Sport, als Beiständin, als Präsidentin des Quartiervereins Altberg usw.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Ziele erreichen, Grenzen hinausschieben, Leute glücklich machen, sehen, dass sich ein Engagement gelohnt hat.

4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Dass sich Verwaltung und Politik Zeit nehmen für den Austausch mit der Bevölkerung und auch für Gespräche zur Verfügung stehen. Ich schätze die Möglichkeit des persönlichen Kontaktes die es in der Stadt Zürich so nicht gab.

5. Was fehlt in Dietikon? Das Miteinander aller Bevölkerungsteile.

6. Was weisst Du vom alten Dietikon? Noch nicht so viel, wie ich mir wünschte. Ich finde es aber wirklich toll, was man zu sehen (Fotos) und zu hören bekommt, wenn man fragt.

Daniela Frieden-Girardet, 59 Jahre alt


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Liebe Therese Achermann, ….

1. Kannst Du uns ein paar Stichworte zu deinem Leben geben? Ich wohne seit fast 20 Jahren, zusammen mit meinem Mann, an der Buchsackerstrasse 22 – also zwischen dem Bahnhof und der Limmat. Mit Ausbildung in der Pflege arbeite ich beim Schweizerischen OL-Verband in einem Schul-OL-Angebot.

2. Hast Du Dich in den letzten Jahren einer speziellen Herausforderung gestellt? Bei der Organisation von Veranstaltungen und im Sport packe ich immer wieder neue Herausforderungen an. Wir sind aber auch der ganzen Norwegisch-Schwedischen Grenze entlang gewandert und ich habe die finnische Sprache erlernt. Aktuell habe ich zusammen mit Ulla Gagliardi das Co-Präsidium des OLK Piz Hasi übernommen.

3. Was ist für Dich Erfolg, was treibt Dich an? Erfolg ist für mich, sich für etwas einzusetzen, mit Engagement etwas zu erreichen. Dabei verlässt man die Wohlfühl-Zone ein wenig, macht spannende Erfahrungen und lernt neue Leute kennen. Nicht alle Ziele und Wünsche sind erreichbar, aber wenn man sie nicht anpackt, hat man nie Erfolg.

4. Was würdest Du in Dietikon vermissen, wenn es das nicht mehr gäbe? Warum? Dietikon hat immer noch ruhige Ecken, auch wenn sie nicht gerade auffallen. Den kurzen Weg zum Bahnhof würde ich vermissen. Und zu guter Letzt werde ich den Baulärm sofort vermissen (Kraftwerk, Unterführung SBB, Limmattalbahn und Limmatbrücke).

5. Was fehlt in Dietikon? Frontengewitter (ich bin in den Bergen aufgewachsen ;-).

6. Bei welchem Wetter findest Du Dietikon am tollsten? Klar ist Dietikon bei Sonnenschein herrlich, z.B. wenn ich in unserem Garten sein kann. Noch lieber habe ich aber Wind und Wetter, wenn  man die Elemente so richtig auf der Haut spürt. Dann heisst es gut anziehen und trotzdem hinaus gehen – das ist schön.

Therese Achermann-Aeberhard, 49 Jahre alt